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BILLIE HOLIDAY

Lady sings the blues.

Konzertabend mit Birgit Nolte und Band
Klavier: Akkordeon: Michael Lauenstein
Sax: Wolfgang Fuhr
Gitarre: Sven Götz

Im Oktober 2016 zu hören in Überlingen

".. Wie Sie singt! ...
Birgit Nolte empfiehlt sich endgültig
für die Konzertsäle..."
(WKZ)

"... beeindruckende Interpretationen..."
(Stuttgarter Zeitung)

Das Konzert ist abgeleitet aus unserer
Theaterproduktion von 2009

Stück: Ulrich Greb
Regie: Oliver Nolte

Schon immer wollte ich irgendwo draußen auf dem Land
ein Haus haben, wo ich mich um streunende Hunde und
Waisenkinder kümmern könnte, […] und ich wäre immer
da, um ihnen auf meine Art Unterricht zu geben.
Nicht dieser Unterricht, bei dem man lernt wie
Mississippi buchstabiert wird, sondern ein
Unterricht, der einem zeigt, wie man glücklich ist,
das zu sein, was man ist, und wie man es ist.“
Billie Holiday in „Lady sings the blues“

Billie Holiday, von vielen auch Lady Day genannt,
zählt zu den bedeutendsten Jazzsängerinnen aller Zeiten.
Sie besaß eine ganz eigene Gesangsstimme und einen
ganz eigenen Stil. Die außergewöhnliche Sängerin
mit der weißen Gardenie im Haar war zugleich herb
und zerbrechlich, sowohl unterkühlt als auch emotional.
Sicher, ihr Leben war durch Drogen, Rassismus, Gewalt
und Hunger geprägt, aber auch durch Leidenschaft, Mut,
bedingungsloser Liebe, Großzügigkeit und einer ungebändigten
Lebenslust.

Lady sings the Blues ist ein Theatertext von Ulrich Greb,
der hauptsächlich auf der gleichnamigen Autobiografie
Billie Holidays basiert. Er entwickelt die wichtigsten
Stationen und Ereignisse in ihrem Leben, spielt aber
auch mit ihrer eigenwilligen Persönlichkeit, ihrem nicht
besonders ausgeprägten Bezug zur Wahrheit und lotet die
vielen Facetten ihrer ambivalenten Erscheinung aus.
Die in diesem Stück eingebundene Musik von Billie Holiday
reicht von Erfolgen wie Billies Blues, God bless the child,
Lady sings the blues, Strange fruit bis hin zu historisch
eingeordneten Songs wie z.Bsp. Trav’llin’ all alone.

„Ich glaube nicht, dass ich singe. Ich improvisiere mit
meiner Stimme wie auf einem Instrument, wie Lester Young,
Louis Armstrong oder sonst jemand, den ich bewundere.
Es kommt alles, wie ich's fühle. Ich hasse es, ein Lied
so zu singen, wie es auf dem Papier steht. Ich muss eine
Melodie so ändern, dass sie zu mir passt. Das ist alles,
was ich weiß.“– Billie Holiday

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Weitere Pressestimmen


(Waiblinger Kreiszeitung, 26.11.2009)

Und wie sie singt!
Birgit Nolte macht die Billie Holiday
Weinstadt (mir). Dreimal hat Birgit Nolte-Michel
bislang geübt, zweimal mit deutschen, einmal mit
französischen Chansons. Um jetzt, zur Krönung ihrer
Karriere als Sängerin, "Billie Holiday – Lady sings
the Blues" auf die Bühne ihres Theaters an der Linde
zu bringen, ein Stück über die legendäre Sängerin mit
Monologen und Songs. Aber was für Songs!
Und wie sie sie singt!

Bei der Generalprobe passieren der Diva ein paar Patzer.
Hier verrutscht ihr eine Perücke; dort verpasst sie den
Einsatz, auch mal den Text. Und fragt dann mangels eines
Souffleurs ins Dunkel hinein: "Olli?" Dieser, ihr Gemahl
Oliver Nolte, hat nicht nur das fehlende Stichwort, sondern
auch das Theaterstück "Billie Holiday – Lady sings the Blues"
von Ulrich Greb inszeniert, eine Mixtur aus Monologen und
Musik. Mit viel Text, gilt es doch, das Leben der großen
Jazz-Sängerin zwischen Hurenhaus und Konzerthalle, Kur und
Knast, Höhenflug und Absturz plausibel zu machen. Und dabei
einen so triumphalen wie tragischen Werdegang von der
Kleinkriminellen zur Grande Dame, von der Kneipe in die
Carnegie Hall. Ein Werdegang, der das Leid der Schwarzen
in den USA ebenso widerspiegelt wie die Tragik einer
liebeshungrigen Frau, der aber auch mit unsterblichen Songs
gepflastert ist.Und diese sind zum einen das, was die neuste
Produktion des kleinsten Theaters Süddeutschland zu dessen
bislang bester macht, zum anderen aber auch Stolpersteine
für die Schauspielerin. Denn die muss einerseits mimen,
andererseits fühlen, eine echte Zwickmühle für jeden Performer.
Und wenn Birgit Nolte in einer Blues-Ballade wie "Don't explain"
(you're my joy and pain) mit verblüffend authentischer
Jazz-Phrasierung und aufregend rauer Intonation ihr Innerstes
nach Außen zu kehren scheint, wenn sie singt, als gebe es sonst
nichts auf der Welt für sie – wie soll sie da ganz plötzlich
wieder umschalten und schauspielern? Wie soll sie nach so viel
Gefühl so viel Text behalten?Dies sei nach der Generalprobe
verraten: Die Gesangsleistung der gelernten Actrice hat sich zu
Höhen entwickelt, die selbst nach gelungenen Programmen wie
"Et voila - Edith Piaf", "Perle sucht Sau" oder "Experiment Diva"
nicht zu erwarten waren. Mit "Lady sings the Blues" empfiehlt
sich Birgit Nolte endgültig für die Konzertsäle.

Doch sie setzt auch all ihre Schauspiel- und Tricks der
Kostüm-Kunst ein, um "Lady Day" zu werden, vom Scheitel,
hier mit tollen Haarteilen und der obligaten weißen Geranie
auffrisiert, bis zur Schuhsohle, sprich zu Pumps, passend
zur zunehmend eleganteren Garderobe der tragischen Diva.
Die anfangs, als ordinäres Straßenmädchen, das "den ersten
guten Jazz im Bordell hörte" und lallend zugibt, drogenabhängig,
nymphomanisch und kleptoman zu sein, im Flatter-Fummel
in Harlem erscheint. Und später, als gefeierter, heroinabhängiger
Weltstar, im Nerz, und drunter nahezu nichts, vor einem Manager
flieht. Zur Inszenierung dieses wilden Lebens brauchen die Noltes
nicht viel: eine weiße Treppe, auf der Lady Day bisweilen völlig
stoned über ihr Leben schwadroniert und am Ende "God bless the
child" summt; einen alten Koffer-Plattenspieler für ein paar
Vinylscheiben, die uns sekundenlang mit Billie Holidays Originalstimme
versorgen; einen Spiegel, vor dem sich die Diva schminkt,
meist im schwarzen Nachthemd; und, vielleicht vor allem, drei
hervorragende Musiker für das echte Blues-Feeling:
Haus-Pianist Michael Lauenstein an Klavier und Akkordeon,
den Gitarristen Sven Götz und Ekkehard Rössle,
den großen Stuttgarter Saxofonisten.

(Stuttgarter Zeitung am 25.11.2009)

Hunger und Liebe

Weinstadt Mit „Lady sings the blues" feiert das Theater an der Linde
heute Abend die Jazzlegende Billie Holiday. Von Thomas Schwarz

Sie sagen: niemand singt das Wort Hunger so wie ich." Doch es
ist nicht nur der leere Magen, der schmerzt. „ Hunger und Liebe",
sagt Billie Holiday, alias Birgit Nolte-Michel, auf der Bühne des
Strümpfelbacher Theaters an der Linde: „ Hunger und Liebe treiben
mein Leben an." In ärmsten Verhältnissen aufgewachsen, als Kind misshandelt
und vergewaltigt, ins Erziehungsheim gesteckt, von Rassisten gedemütigt,
von Managern ausgebeutet und immer wieder von Menschen enttäuscht,
gibt die Sängerin, die zur Jazzlegende wurde, scheinbar nicht auf.
Tatsächlich flüchtet sie sich in Drogen und Alkohol, Aufenthalte in
Entzugskliniken wechseln sich mit triumphalen Erfolgen ab.

Sie landet wegen Drogenbesitzes für zehn Monate im Knast. Als sie
entlassen wird, wartet einer der Höhepunkte ihrer Karriere auf sie
- ein Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall. „Draußen warten 3500 Menschen",
sagt sie, dreht sich um und verschwindet durch den Vorhang.
Der Applaus der begeisterten Menge ist bis hinter die Bühne zu hören.
Dieser kommt allerdings vom Band, denn 3500 Zuschauer passen nicht
in den Vorkeller des Theaters an der Linde. Der Rest ist live:
die Musik, das Schauspiel und vor allem der Gesang Birgit Nolte-Michels,
eine starke Interpretation der Lieder Billie „Lady Day" Holidays.

„Lady sings the blues" ist nicht nur der Titel des wohl bekanntesten
Songs von Billie Holiday, sondern auch der Titel des Stückes,
das Ulrich Greb, der Intendant des Schlosstheaters Moers,
geschrieben hat. Ein Stück für eine Schauspielerin, die sich in
Monologen und Liedern der Person der Sängerin nähert, die 1959
ihre Autobiografie veröffentlichte, welche sie ebenfalls
„Lady sings the blues" nannte.

„Wir schlagen mit dem Stück ganz neue Töne an", sagt Oliver Nolte,
der die Regie führt und für die Bühnentechnik zuständig ist.
„Wir haben uns damit mehr hin zum Schauspiel verlegt." Seit Oktober
ist er wie seine Frau zu h undert Prozent im Theater beschäftigt.
„Probenintensive Sachen sind jetzt mehr möglich", sagt der Schauspieler,
der mit Birgit Nolte-Michel das Theater an der Strümpfelbacher
Hauptstraße betreibt, das mit dem Saustall die kleinste Bühne der
Region besitzt. „Als wir ,Lady sings the Blues" gelesen hatten,
war uns sofort klar, dass es hierher passt. Es braucht die Nähe zum Publikum.". Und näher als im Theater an der Linde kann der Zuschauer dem
Geschehen kaum sein. Das Publikum wird in das Stück einbezogen.
Immer wieder flirtet die Sängerin mit den Zuschauern, beschimpft
sie aber auch oder lässt sie einfach sitzen, weil sie zu betrunken
ist, um aufzutreten. Auch auf der großen Bühne im Vorkeller ist der
Raum begrenzt, wer ganz rechts außen sitzt, kann auf das Klavier
von Michael Lauenstein hinunterschauen, in der ersten Reihe
sitzen der Saxofonist Ekkehard Rössle und der Gitarrist Sven Götz.

Trotz des kleinen Raums wird die Musik nie zu laut, selbst bei den
fetzigen Nummern wie „Jeepers Creepers" nicht. Auf Fans von
Billie Holiday, die immer noch eine Carnegie Hall füllen können,
wartet eine beeindruckende und anrührende Interpretation ihrer
Hits wie „Autumn in New York", „On the sunny side of the street"
oder „I love my man".

„Lady sings the blues" feiert heute Premiere. Bei der Aufführung
am Freitag - übrigens dem sechsten Geburtstag des Theaters -
wird der 33 000. Zuschauer erwartet.